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Nadelbüchsen

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    Nadelbüchsen

Eine Nadelbüchse ist ein Nadellager kleinster radialer Bauhöhe. Es besteht aus spanlos geformten, dünnwandigen Außenhülsen und Nadelkränzen, die zusammen eine Baueinheit bilden. Diese Lager ermöglichen besonders raumsparende und montagefreundliche Lagerungen mit hoher radialer Tragfähigkeit. Zur Aufnahme axialer Kräfte können sie mit Axial-Nadellagern AXW kombiniert werden. Der überwiegende Teil der Lager ist einreihig und ohne Schmierbohrung. Zweireihige Ausführungen haben eine Schmierbohrung und das Nachsetzzeichen ZW. Nadelbüchsen setzen voraus, dass die Lagerlaufbahn auf der Welle gehärtet und geschliffen ist. Ist die Welle nicht als Laufbahn ausführbar, dann können die Lager mit den Innenringen IR oder LR kombiniert werden. Wird auf axiale Filterelemente wie Schultern und Sprengringe verzichtet, kann die Gehäusebohrung einfach und besonders wirtschaftlich ausgeführt werden. Gleichzeitig vereinfacht sich dadurch der Einbau der Lager. Nadelbüchsen sind auf einer Seite geschlossen. Sie eignen sich damit gut zum Abschluss von Lagerstellen an Wellenenden. Dadurch ist ein Unfallschutz bei drehender Welle gegeben und die Lager sind vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt. Der Boden ist größenabhängig glatt oder versickt (versteift). Durch den profilierten Boden sind auch geringe axiale Führungskräfte möglich. Nadelbüchsen gibt es in nicht abgedichteter Ausführung nach DIN 618-1 / ISO 3 245 und abgedichtet nach DIN 618-2. Die Lippendichtungen schützen bei normalen Betriebsbedingungen vor Schmutz, Spritzwasser und dem Verlust von Schmierstoff. Abgedichtete Lager sind befettet mit einem Lithiumkomplex-Seifenfett nach GA08. Nicht abgedichtete Lager können bei Temperaturen bis +140°C eingesetzt werden. Abgedichtete Nadelbüchsen eignen sich für Temperaturen von -30°C bis +100°C, begrenzt durch den Schmierstoff und Dichtungswerkstoff. Lager mit Käfig aus Kunststoff sind für Betriebstemperaturen von -20°C bis +120°C geeignet.